Liebe Sufi-Freundin, lieber Sufi-Freund, Liebe Murids, liebe Ashiqs, liebe Cheraqs,
Kannst du dir vorstellen, kannst du vielleicht kontemplieren,
wie hell, wie unermesslich hell und grenzenlos
das Bewusstsein eines Menschen erwacht,
geöffnet und expandiert sein mag,
damit er, damit sie - Herz und Geist zu öffnen wagen,
um schließlich zu bekennen: Ich bin das Licht der Welt.
Dem chassidischen Mystagogen Elimelech von Lissensk wurden tiefe Einsichten in die
Bedingungen der Seele in den Seelenwelten eröffnet. Hier erläutert er die Rolle eines
„Urlichts“ für die Seele, – das Urlicht, das bis heute seinen zarten Zauber auf unsere
Seele ausübt.
Das Urlicht - Nachdichtung Tawhid Heinz Köhler
Noch ehe deine Seele eintritt in die Atmosphäre dieser Welt,
wird sie geführt durch alle Ebenen und Welten. Am Ende dieser eindrucksvollen
Unterweisung
werden ihre Augen schließlich vorbereitet für das Urlicht aller Seelen.
Das Urlicht, – das,
als jene Welten einst erschaffen, alles hell erleuchtet hat.
Doch, als der Mensch begann, die Welten zu verderben,
hat Gott dies Licht ergriffen und geborgen. Warum jedoch zeigt Gott der Seele dieses
Licht? Damit von Stund‘ an ein Verlangen in ihr brennt, es zu erreichen und im Leben auf
der Erde
sich ihm Stuf‘ um Stuf‘ zu nähern. Wenn du nur einmal es berührst, geht dieses Urlicht in
dich ein
und lässt sich tief in deinem Herzen nieder.
Von dort aus leuchtet es hervor
und strahlt nun wieder in die Welt, denn dazu ward es einst geborgen.
Frohe Weihnachten und einen inspirierten Einstieg in das Neue Jahr
Tawhid
Weihnachten 2026